Elfenbeinhochhaus?

Warum heißt das ganze „Essays aus dem Elfenbeinhochhaus“?

„Essay“ ist ein super-Wort. Mal gucken, inwiefern das hier eine Rolle spielen wird, aber es gibt in der Wissenschaft eine ganze Reihe von super-Wörtern[1].

„Essay“ ist ein super-Wort, weil es etwas relativ einfaches mit einem hochtrabend klingendem Wort bezeichnet: Ein Essay ist eine Auseinandersetzung mit einem Thema, bei der die wissenschaftliche Methodik außer Acht gelassen werden darf. Oder anders gesagt:

Essay ist das super-Wort für: Ich schreibe Gedanken in mein Notizbuch.

Und das ist auch, was hier passiert. Ich schreibe in mein Notizbuch, kürze, formuliere aus, denk nochmal drüber nach, und teile das dann. Ich schreibe als Privatperson, nicht als Wissenschaftlerin.

„Elfenbeinhochhaus“ ist doppeldeutig[2]. „Elfenbein“ klingt nicht nur schön, sondern ist eine Anspielung auf den Elfenbeinturm, in dem Wissenschaft umgangssprachlich stattfindet. Also manchmal. Oder früher. Oder metaphorisch. Oder als Vorwurf. In Hamburg gibt es tatsächlich einen Turm für die Philosophen. Allerdings ist er einfach nur ein Hochhaus. Während ich studierte, wohnte ich in einem Hochhaus. Das ist nun zwar nicht mehr der Fall, aber „Essays aus dem Elfenbeinmehrparteienhausmitflachdach“ war zu lang. Was stimmt, ist, dass ich ziemlich weit oben wohne.

Das Elfenbeinhochhaus kommt also daher, dass ich das Wort mag und es fast stimmt.

Joah… das wäre es im Wesentlichen. Achso: Es kann – ganz im Wissenschaftsstil – natürlich auch Gastessays geben.

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[1] Vielleicht sollte ich eine Reihe „super-Wörter in der Wissenschaft“ machen?

[2] Das super-Wort für „doppeldeutig“ (bzw. „mehrdeutig“) ist „ambig“.

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